Gestern und Heute: Für diese Eine Welt
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Gründungsphase des ÖIE/Südwind ![]()
Die Gründungsphase des ÖIE/Südwind datiert mit dem ersten Halbjahr 1979, sie verlief parallel zum Auslaufen der Hauptaktivitäten des österreichischen Jungendrats für Entwicklungshilfe (Bundesjugendring). Dessen Arbeit führte der ÖIE/Südwind zwar in gewisser Weise fort, doch unterschied er sich vom Bundesjugendring durch sein vollkommen neues organisatorisches Selbstverständnis. An dem Unternehmen beteiligten sich einerseits kirchliche Organisationen (IIZ, das AAI und die Diözesankommission für Weltkirche und Entwicklungsförderung Graz, evangelische Missionarische Dienste) und andererseits Einrichtungen wie die österreichische Hochschülerschaft, das Europahaus Eisenstadt, Jugendorganisationen (SJ, JVP), besonders aber auch eine ganze Reihe entwicklungspolitischer Arbeitskreise (Erklärung von Graz, Erklärung von Salzburg, IGLA). Darüber hinaus natürlich eine Anzahl persönlich interessierter Einzelpersonen aus verschiedenen Bereichen und Organisationen.Bildungs-, Informations- und Öffentlichkeitsarbeit in Österreich Ausgehend von der Überzeugung, dass Entwicklungspolitik im eigenen Land beginnt, da sie ihr volles Potential nur entwickeln kann, wenn sie von der österreichischen Zivilbevölkerung unterstützt und politisch eingefordert wird, machte es sich der Verein zu seiner Aufgabe, durch Bildungs-, Informations- und Öffentlichkeitsarbeit in Österreich, das Interesse der Bevölkerung für entwicklungspolitische Themen zu wecken. Schon unmittelbar nach seiner Gründung 1979 wurde der ÖIE wichtiger Dreh- und Angelpunkt der entwicklungspolitischen Bildungs- und Öffentlichkeitsarbeit. Mit Kampagnen wie Jute statt Plastik (1979). Hunger ist kein Schicksal (1980) oder Stimmen für den Regenwald (1990) wurde der ÖIE/Südwind einer breiteren Öffentlichkeit bekannt. So trat der ÖIE 1987 und 1989 mit einer großangelegten - später preisgekrönten - Inseratenkampagne an die Öffentlichkeit. „Das ist Resi“, „Das ist Herr Novotny“, „Das ist Mürzzuschlag“ - allesamt Hingucker, die zum Mittun aufriefen. Und schon damals wurde mit mit dem Plakat „Das ist ein Prozent“ die Erhöhung der Entwicklungshilfemittel gefordert. Die Verankerung entwicklungspolitischer Themen bzw. von Globalen Lernen im Unterricht, die Konzeption von Ausstellungen und workshops und die Erstellung von pädagogische Materialen wie „Dritte Welt im Unterricht“ war und ist seit Beginn Ziel der Arbeit von ÖIE/Südwind.
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Gründung Südwind Agentur Die Agentur sollte auch als Service- und Dienstleistungsunternehmen agieren, ein Konzept, dass sich in der Realität aber nur zu einem Teil verwirklichen konnte. Die Konflikte um die Agenturgründung haben dann letztlich auch zu einem Bruch mit dem ÖIE Kärnten geführt, der nicht der Agentur beigetreten ist und auch nicht mehr im Bundesvorstand des Vereins Mitglied ist. Wirtschaftlich schwierige Zeiten im Jahr 2000 und interne Kommunikationsprobleme haben auch den Austritt einiger anderer Regionalvereine aus der Agentur verursacht. Konsolidierungsmaßnahmen, neue Projekte und Arbeitsfelder sowie ein wieder verstärktes Bekenntnis als politische NGO haben 2007 zum Wiedereintritt der meisten Regionalstellen in die Agentur geführt. Bei der Südwind Generalversammlung 2006 wurde beschlossen den Agentur Begriff nicht mehr offensiv zu führen, um den Charakter von Südwind als NGO wieder stärken zu betonen.
Tipps zum Weiterlesen: aus dem Südwind Magazin Nr.10, Oktober 2004, zum Thema 25 Jahre Südwind (S.27-44), S.33:
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